Thema: Adventuregolf
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Alt Gestern, 16:40
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wate wate ist offline
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Zitat von Breminho Beitrag anzeigen
Ich sehe dieses Thema ziemlich differenziert.
Ich spiele auch lieber "Bahnengolf" aber ich sehe in Adventuregolf eine Zukunft für Minigolf. Die Anlagen sprießen aus dem Boden und scheinen gerade für Betreiber sehr profitabel zu sein.
Die Eintrittspreise (meist um die 10€ pro Runde) sind deutlich höher und wie jemand schon sagte, das Publikum fühlt sich mehr an Großgolf erinnert.
Weltweit gibt es eigentlich überall dieses System, was der Idee, olympisch zu werden, einträglich wäre...
Aber mal ganz ehrlich...dafür sind wir und werden wir zu wenig aktive Sportler bleiben.
Ob diese ganzen Anlagen unserem Sport etwas bringen, muss man sehen...ich glaube, dass wird schwierig, da die Betreiber nicht wirklich daran ein Interesse haben sollten, Ihre Anlagen, uns, sehr oft, sehr geizigen Minigolfern zur Verfügung zu stellen...
An mehr Jugend in unserem Sport,glaube ich, auch durch Adventuregolf nicht....
Da sind die Gründe eher vielschichtig......Wir brauchen mehr Außendarstellung !! Das ist das A und O bei der Mitgliedergewinnung, Vereine mit guter Außendarstellung haben auch immer Jugend !!
Vom DMV, kommt da meiner Meinung nach, viel zu wenig...da reicht nicht die gute Berichterstattung zur WM in Neheim....
Auch eine Aufweichung der Altersgrenzen ist nur die Behandlung des Symptoms und nicht der Ursache....
Ich finde, dass es in Deutschlands Minigolfszene viele kluge Köpfe gibt, die eingebunden werden müssten...werden sie aber nicht, weil sie dem Verband wahrscheinlich zu unbequem sind...
Hallo Bernd,

Adventuregolf wäre aus meiner Sicht die einzige Chance, olympisch zu werden. Wenngleich die Nähe zum Großgolf für Minigolf eher abträglich ist. Denn wenn ich über die Aufnahme ins olympische Programm zu entscheiden hätte, würde ich Hans nehmen und nicht Hänschen.

Was wir hier im Moment erleben, ist im wahrsten Sinne des Wortes "adventurous". Wenn ich mir die Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken anschaue, dann habe ich das Gefühl, dass "Bahnengolf", so, wie wir es ausüben, gerade zu Grabe getragen wird. Bei uns im Verband ist man bemüht, die BMI-Förderung (2013: 153.000 Euro. 2023: 345.000 Euro) zu erhalten. Für die Förderung spielen eine Reihe von Voraussetzungen eine Rolle. Nicht alleine die Ergebnisse zählen, sondern es zählt auch, wie der Weltstand ist. Also z.B. wieviele Nationen bei EM und WM antreten. Leute aus der Pizzeria herausholen und sie zum Nationalverband erklären ist kein nachhaltiges Zukunftsmodell. Wenn wir also staunend neue Minigolf-Nationen und Mitgliederzuwächse zur Kenntnis nehmen und über Genderaktivitäten lesen, dann ist das vor diesem Hintergrund zu sehen, und es fehlt nur noch als ebenfalls eine für die Förderung notwenige Zielsetzung. Willkommen im Land der olympischen Träume. Schön wär´s, aber das klappt nur dann, wenn Nationalverbände nicht nur auf dem Papier stehen, sondern es ein weltumspannendes System gibt inklusive einer Minigolf-Infrastruktur in den aufgenommenen Ländern. In unserem Nationalverband ist man bemüht, den Status Quo zu erhalten, denn davon hängen auch hauptamtliche Arbeitsplätze ab. Und im Weltverband gibt es Bestrebungen, Adventuregolf zu platzieren. Das ist aus meiner Sicht die Situation, in der wir uns befinden.

Dass Adventuregolf sportlich nicht mit unseren Maßstäben zu messen ist, liegt auf der Hand. Es deswegen zu verteufeln, weil wir mit unseren Systemen Miniaturgolf, Minigolf, Filzgolf und Cobigolf nicht weiterkommen, wäre zu billig.
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You never walk alone
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