Minigolf-Welt

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Daniel Christ 03.02.2026 12:49

Adventuregolf
 
Hallo,
bezugnehmend auf einen Post bei Facebook stelle ich hier die Frage:" Ist Adventuregolf unsere Zukunft oder das Ende des MInigolfsports?"

Ich kenne persönlich nur 3 Adventuregolfanlagen und muss leider sagen, dass die Erbauer der Anlagen wenig Wert auf einen sportlichen Anspruch gelegt haben. Wie sind hier eure Erfahrungen?

wate 04.02.2026 09:14

Moin Daniel,

das Wort "Zukunft" müsstest Du mal näher definieren.

Was ich beobachte, sind aus meiner Sicht absurde Fantasien in Richtung "Olympia". Das ist jetzt mal so die Zukunft, die ich wahrnehme. Wenn es in diese Richtung ginge, müsste weltweit Einigkeit bestehen, auf welchem System Minigolf stattfindet. Dass es z.B. in den USA plötzlich Beton- oder Eternitbahnen geben wird, halte ich für eine Utopie. Andererseits beobachte ich, wie die Adventuregolfanlagen bei uns "aus dem Boden schießen". Teilweise werden bestehende Miniaturgolfanlagen dafür abgerissen. Ganz offensichtlich findet Adventuregolf immer mehr den Gefallen in der Gesellschaft, und die Betreiber sehen eine Adventuregolfanlage als lukrativer an. Ich glaube nicht, dass der Minigolfsport aus diesem Potenzial Leute für sich gewinnen kann.

Um über die Zukunft des Minigolfsports zu reden, wäre zunächst einmal eine Beurteilung der gegenwärtigen Situation unseres Minigolfsports wichtig. Halten wir diesen als zukunftsträchtig?

pinkydiver 05.02.2026 12:54

Dieses Micky Mouse Golf ist das Ende des Wettkampfsportes .- meine Meinung

Breminho 05.02.2026 13:22

Ich sehe dieses Thema ziemlich differenziert.
Ich spiele auch lieber "Bahnengolf" aber ich sehe in Adventuregolf eine Zukunft für Minigolf. Die Anlagen sprießen aus dem Boden und scheinen gerade für Betreiber sehr profitabel zu sein.
Die Eintrittspreise (meist um die 10€ pro Runde) sind deutlich höher und wie jemand schon sagte, das Publikum fühlt sich mehr an Großgolf erinnert.
Weltweit gibt es eigentlich überall dieses System, was der Idee, olympisch zu werden, einträglich wäre...
Aber mal ganz ehrlich...dafür sind wir und werden wir zu wenig aktive Sportler bleiben.
Ob diese ganzen Anlagen unserem Sport etwas bringen, muss man sehen...ich glaube, dass wird schwierig, da die Betreiber nicht wirklich daran ein Interesse haben sollten, Ihre Anlagen, uns, sehr oft, sehr geizigen Minigolfern zur Verfügung zu stellen...
An mehr Jugend in unserem Sport,glaube ich, auch durch Adventuregolf nicht....
Da sind die Gründe eher vielschichtig......Wir brauchen mehr Außendarstellung !! Das ist das A und O bei der Mitgliedergewinnung, Vereine mit guter Außendarstellung haben auch immer Jugend !!
Vom DMV, kommt da meiner Meinung nach, viel zu wenig...da reicht nicht die gute Berichterstattung zur WM in Neheim....
Auch eine Aufweichung der Altersgrenzen ist nur die Behandlung des Symptoms und nicht der Ursache....
Ich finde, dass es in Deutschlands Minigolfszene viele kluge Köpfe gibt, die eingebunden werden müssten...werden sie aber nicht, weil sie dem Verband wahrscheinlich zu unbequem sind...

Daniel Christ 06.02.2026 07:41

Obwohl ich kein Freund von Regeln und Vereinheitlichungen bin, denke ich, dass man nur von einem Sport sprechen kann, wenn die Bahnen / Anlagen gewissenen Normen unterliegen ( z.B. sollte es möglich sein eine Bahn mit einem Schlag zu schaffen ).
Ansonsten ist das für mich eher in den Bereich Glückspiel einzuordnen.

pinkydiver 06.02.2026 10:59

Zitat:

Zitat von Daniel Christ (Beitrag 321260)
Obwohl ich kein Freund von Regeln und Vereinheitlichungen bin, denke ich, dass man nur von einem Sport sprechen kann, wenn die Bahnen / Anlagen gewissenen Normen unterliegen ( z.B. sollte es möglich sein eine Bahn mit einem Schlag zu schaffen ).
Ansonsten ist das für mich eher in den Bereich Glückspiel einzuordnen.

Du sprichst mir aus der Seele, gerade beim Adventuregolf ist das oft nicht gegeben, es gibt die Trichteranlagen wie in Askim, wo TOP Ergebnisse von 20/21 gespielt werden und dann die An lagen wie freudensatdt etc wo eine Runde unter 40 schon TOP ist, noch schlimmer war Pristina da waren TOp Ergebnisse unter 50

wate 06.02.2026 16:40

Zitat:

Zitat von Breminho (Beitrag 321256)
Ich sehe dieses Thema ziemlich differenziert.
Ich spiele auch lieber "Bahnengolf" aber ich sehe in Adventuregolf eine Zukunft für Minigolf. Die Anlagen sprießen aus dem Boden und scheinen gerade für Betreiber sehr profitabel zu sein.
Die Eintrittspreise (meist um die 10€ pro Runde) sind deutlich höher und wie jemand schon sagte, das Publikum fühlt sich mehr an Großgolf erinnert.
Weltweit gibt es eigentlich überall dieses System, was der Idee, olympisch zu werden, einträglich wäre...
Aber mal ganz ehrlich...dafür sind wir und werden wir zu wenig aktive Sportler bleiben.
Ob diese ganzen Anlagen unserem Sport etwas bringen, muss man sehen...ich glaube, dass wird schwierig, da die Betreiber nicht wirklich daran ein Interesse haben sollten, Ihre Anlagen, uns, sehr oft, sehr geizigen Minigolfern zur Verfügung zu stellen...
An mehr Jugend in unserem Sport,glaube ich, auch durch Adventuregolf nicht....
Da sind die Gründe eher vielschichtig......Wir brauchen mehr Außendarstellung !! Das ist das A und O bei der Mitgliedergewinnung, Vereine mit guter Außendarstellung haben auch immer Jugend !!
Vom DMV, kommt da meiner Meinung nach, viel zu wenig...da reicht nicht die gute Berichterstattung zur WM in Neheim....
Auch eine Aufweichung der Altersgrenzen ist nur die Behandlung des Symptoms und nicht der Ursache....
Ich finde, dass es in Deutschlands Minigolfszene viele kluge Köpfe gibt, die eingebunden werden müssten...werden sie aber nicht, weil sie dem Verband wahrscheinlich zu unbequem sind...

Hallo Bernd,

Adventuregolf wäre aus meiner Sicht die einzige Chance, olympisch zu werden. Wenngleich die Nähe zum Großgolf für Minigolf eher abträglich ist. Denn wenn ich über die Aufnahme ins olympische Programm zu entscheiden hätte, würde ich Hans nehmen und nicht Hänschen.

Was wir hier im Moment erleben, ist im wahrsten Sinne des Wortes "adventurous". Wenn ich mir die Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken anschaue, dann habe ich das Gefühl, dass "Bahnengolf", so, wie wir es ausüben, gerade zu Grabe getragen wird. Bei uns im Verband ist man bemüht, die BMI-Förderung (2013: 153.000 Euro. 2023: 345.000 Euro) zu erhalten. Für die Förderung spielen eine Reihe von Voraussetzungen eine Rolle. Nicht alleine die Ergebnisse zählen, sondern es zählt auch, wie der Weltstand ist. Also z.B. wieviele Nationen bei EM und WM antreten. Leute aus der Pizzeria herausholen und sie zum Nationalverband erklären ist kein nachhaltiges Zukunftsmodell. Wenn wir also staunend neue Minigolf-Nationen und Mitgliederzuwächse zur Kenntnis nehmen und über Genderaktivitäten lesen, dann ist das vor diesem Hintergrund zu sehen, und es fehlt nur noch als ebenfalls eine für die Förderung notwenige Zielsetzung. Willkommen im Land der olympischen Träume. Schön wär´s, aber das klappt nur dann, wenn Nationalverbände nicht nur auf dem Papier stehen, sondern es ein weltumspannendes System gibt inklusive einer Minigolf-Infrastruktur in den aufgenommenen Ländern. In unserem Nationalverband ist man bemüht, den Status Quo zu erhalten, denn davon hängen auch hauptamtliche Arbeitsplätze ab. Und im Weltverband gibt es Bestrebungen, Adventuregolf zu platzieren. Das ist aus meiner Sicht die Situation, in der wir uns befinden.

Dass Adventuregolf sportlich nicht mit unseren Maßstäben zu messen ist, liegt auf der Hand. Es deswegen zu verteufeln, weil wir mit unseren Systemen Miniaturgolf, Minigolf, Filzgolf und Cobigolf nicht weiterkommen, wäre zu billig.


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